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Rollenbasierte Entscheidung

Bei der rollenbasierten Entscheidung trifft eine Person eigenverantwortlich eine Wahl aus ihrer definierten Rolle heraus – ohne Abstimmung und ohne Konsultation anderer. Die Entscheidung wird in Rhizome dokumentiert, um Transparenz und Nachvollziehbarkeit zu gewährleisten.

So funktioniert es in Rhizome

Beim Erstellen einer rollenbasierten Entscheidung wird zunächst festgelegt, wer entscheidet:

Option Beschreibung
Ich entscheide Du übernimmst selbst die Entscheidungsrolle
Direkt delegieren Du weist die Entscheidung einer bestimmten Person zu
Nominierungsrunde Es wird eine vorgelagerte Konsent-Runde durchgeführt, um festzulegen, wer entscheiden soll – die Entscheidungsrolle wird an die Person delegiert, gegen die kein Einwand besteht

Die Nominierungsrunde ist besonders sinnvoll, wenn unklar ist, wer die richtige Person ist, oder wenn die explizite gemeinsame Einigung auf eine:n Entscheidungsträger:in die Legitimität der Entscheidung stärkt.

Entscheiden

Die designierte Person entscheidet vollständig eigenständig. Sie dokumentiert ihre Entscheidung mit einer schriftlichen Begründung in Rhizome. Sobald sie festgehalten ist, gilt die Entscheidung als getroffen und ist für alle Beteiligten sichtbar.

Eine rollenbasierte Entscheidung wird immer aus einer Rolle heraus getroffen – die entscheidende Person verfügt aufgrund ihrer Position in der Organisation über die nötige Autorität, Verantwortung und idealerweise auch die Expertise. Rhizome macht das sichtbar und nachvollziehbar.

Feedback

Bei rollenbasierten Entscheidungen ist Feedback standardmäßig aktiviert. Nach Abschluss der Entscheidung öffnet sich darunter eine Kommentarspalte, in der andere Beteiligte reagieren können. Da die anderen Personen nicht mitentscheiden, schafft dies einen transparenten Rückkanal für Reaktionen und Anschlussdiskussionen.

Anwendungsfälle

Rollenbasierte Entscheidungen dokumentieren, wie Autorität in Organisationen mit klar definierten Verantwortlichkeiten ausgeübt wird – einschließlich selbstorganisierter Kreisstrukturen. Der Modus dient nicht dazu, Partizipation zu umgehen, sondern macht die Ausübung delegierter Autorität sichtbar und nachvollziehbar.

Rollenbasierte Entscheidungen eignen sich, wenn:

  • eine Entscheidung klar im Verantwortungsbereich einer Person liegt
  • Geschwindigkeit gefragt ist und Gruppenberatung wenig Mehrwert böte
  • die Organisation auch Entscheidungen aus einer Rolle dokumentieren möchte – auch ohne Gruppenprozess

Wenn die Einholung von Perspektiven anderer vor der Entscheidung sinnvoll wäre, ist die Konsultation die passende Alternative.