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Widerstandsabfrage

Die Widerstandsabfrage ist auch als „systemisches Konsensieren“ bekannt. Sie kehrt die Perspektive um: Statt Zustimmung wird der Widerstand gegen jede Option gemessen. Die Option mit dem geringsten Gesamtwiderstand wird gewählt. So wird die breit akzeptabelste Lösung identifiziert.

So funktioniert es in Rhizome

Alle Beteiligten geben pro Option ihren Widerstand auf einer Skala an. Ein niedriger Wert bedeutet „kann ich gut mittragen“, ein hoher Wert signalisiert Bedenken. Die Option mit dem niedrigsten Gesamtwiderstand setzt sich durch.

Wenn während eines Konsent- oder Konsens-Prozesses ein Alternativvorschlag entsteht, weil ein Einwand nicht durch Anpassung des ursprünglichen Beschlussvorschlags aufgelöst werden kann, erstellt Rhizome automatisch eine Widerstandsabfrage.

Anwendungsfälle

Die Widerstandsabfrage eignet sich als vorbereitende Einschätzung vor einer endgültigen Entscheidung. Sie verschiebt den Blick weg von der Zustimmungslogik hin zur Frage, welche Option die wenigsten Bedenken hervorruft. Sie kann als Grundlage für eine anschließende Entscheidung per Konsent oder Konsens dienen.