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Widerstandsabfrage

Die Widerstandsabfrage kehrt die Perspektive um: Statt Zustimmung wird der Widerstand gegen jede Option gemessen. Die Option mit dem geringsten Gesamtwiderstand wird gewählt. So wird die breit akzeptabelste Lösung identifiziert.

So funktioniert es in Rhizome

Alle Beteiligten geben für jeden Vorschlag ihren Widerstand auf einer fünfstufigen Skala an – von kein Widerstand bis starker Widerstand. Ausgelassen werden kann keiner. Der Vorschlag mit dem niedrigsten Gesamtwiderstand setzt sich durch.

Wurde Nichts davon beim Erstellen dazugeschaltet, steht es wie ein Vorschlag in der Liste und bekommt ebenso einen Widerstandswert. Hat am Ende Nichts davon den geringsten Widerstand, ist die Abstimmung gescheitert.

Der zweite Weg hierher führt über Konsent oder Konsens: Schlägt dort jemand eine Alternative vor, weil ein Einwand sich nicht durch eine neue Version auflösen lässt, legt Rhizome eine Widerstandsabfrage zwischen beiden Vorschlägen an.

Erweiterte Entscheidungsregeln

Disqualifizierender Widerstandswert

Es kann ein disqualifizierender Widerstandswert festgelegt werden – ein bestimmter Punkt auf der Widerstandsskala (in der App durch Emojis dargestellt, von kein Widerstand bis maximaler Widerstand). Gibt eine Person für den vorne liegenden Vorschlag diesen Wert an, scheitert die Entscheidung – der zweitplatzierte Vorschlag rückt nicht nach.

Diese Regel stellt sicher, dass ein Ergebnis, das für eine einzelne Person wirklich nicht tragbar ist, nicht durchgesetzt wird. Sie ergänzt die Widerstandsskala um eine harte Ausschlussbedingung – und weil sie die ganze Entscheidung scheitern lässt, ist sie streng: Rhizome warnt beim Einstellen, wenn der gewählte Wert so niedrig liegt, dass praktisch jede Stimme blockiert.

Quorum

Legt fest, wie viele Personen mindestens antworten müssen, damit die Entscheidung gültig ist.

Option Beschreibung
Kein Quorum (Standard) Die Entscheidung ist unabhängig von der Beteiligung gültig
Prozentual Ein definierter Anteil muss antworten – Voreinstellungen: 50 %, 66 % oder ein eigener Wert
Anzahl Eine bestimmte Anzahl von Personen muss antworten
Alle müssen teilnehmen Jede:r in der Gruppe muss sich beteiligen

Außerdem lässt sich eine zufällige Reihenfolge der Vorschläge einschalten. Eine vollständige Referenz aller Regeln findest du unter Sonderregeln.

Anwendungsfälle

Die Widerstandsabfrage eignet sich als vorbereitende Einschätzung vor einer endgültigen Entscheidung. Sie verschiebt den Blick weg von der Zustimmungslogik hin zur Frage, welche Option die wenigsten Bedenken hervorruft. Sie kann als Grundlage für eine anschließende Entscheidung per Konsent oder Konsens dienen.