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Workspaces und Gruppen

Rhizome bildet Organisationsstrukturen über drei Ebenen ab: Workspace, Gruppen und Projektgruppen. Diese Struktur ist bewusst organisationsform-agnostisch gehalten.

Workspace

Der Workspace ist die oberste Ebene. Alles, was eine Organisation in Rhizome tut, findet innerhalb eines Workspaces statt. Jedes Team, jede Organisation hat genau einen Workspace, in dem alle Mitglieder zusammenarbeiten.

Gruppen

Gruppen sind die zweite Ebene unterhalb des Workspaces. Sie bündeln Menschen, die zu einem bestimmten Themenbereich etwas beizutragen haben.

Je nach Organisationsform können Gruppen unterschiedliche Dinge abbilden:

  • Abteilungen – z. B. Personal, Marketing, Produktion
  • Thematische Kreise – z. B. in Start-ups, in denen Gruppen eher nach Themen als nach Hierarchie organisiert sind
  • Kreisorganisationen – Gruppen können Kreise abbilden, in denen Mitglieder verschiedene Rollen einnehmen

Jeder Workspace hat automatisch eine Gruppe Alle, der standardmäßig alle neuen Mitglieder beitreten. Sie fungiert als Plenum oder All-Hands-Runde.

Sichtbarkeit und Safe Spaces

Gruppen sind geschützte Räume. Wenn ein Thema in einer Gruppe veröffentlicht wird, können es nur die Mitglieder dieser Gruppe sehen – über den gesamten Prozess hinweg: von der Veröffentlichung über die Deliberation und Entscheidung bis zur Archivierung.

Einzelpersonen können zusätzlich zu einem Thema hinzugefügt werden. Entschiedene Themen lassen sich optional mit einem angepassten Ergebnistext auch außerhalb der beteiligten Gruppen teilen.

Lead-Gruppe

Jedes Thema hat eine Lead-Gruppe – die Gruppe, die federführend für das Thema verantwortlich ist. Wird ein Thema in nur einer Gruppe erstellt, ist diese automatisch die Lead-Gruppe. Bei mehreren beteiligten Gruppen ist die zuerst hinzugefügte Gruppe die Lead-Gruppe. Diese lässt sich bei Bedarf ändern, etwa wenn sich im Verlauf der Bearbeitung thematische Schwerpunkte verschieben.

Themen über Gruppen hinweg

Themen können mehreren Gruppen und Projektgruppen gleichzeitig zugeordnet werden. Alle Mitglieder der beteiligten Gruppen werden dann Teil des Entscheidungsprozesses.

Projektgruppen

Projektgruppen funktionieren wie reguläre Gruppen, folgen aber einer anderen Logik:

  • Gruppen bilden den dauerhaften Organisationskontext ab – sie entstehen vielleicht schon am ersten Tag und bestehen bisweilen, solange die Organisation Rhizome nutzt.
  • Projektgruppen sind auf Zeit angelegt. Sie haben einen Anfang und ein Ende und werden archiviert oder gelöscht, wenn das Projekt abgeschlossen ist.

Wann Projektgruppen sinnvoll sind

  • Projekte haben oft eine andere Beteiligungslogik als die reguläre Organisation. Personen, die im globalen Kontext wenig zum Thema Finanzen beitragen, können im Projektkontext die Verantwortung für Projektfinanzen tragen.
  • Projektthemen würden den organisationsweiten Kontext schnell überfluten. Projektgruppen trennen Signal von Rauschen.

Externes Teilen (geplant)

In Zukunft ist geplant, einzelne Themen oder ganze Projektgruppen mit externen Personen zu teilen – etwa mit Gästen, Kund:innen oder Kooperationspartner:innen. Dieses Feature befindet sich in der Konzeptionsphase.