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Konsens

Beim Konsens wird eine Lösung gesucht, der alle Beteiligten aktiv zustimmen. Im Unterschied zum Konsent geht es nicht nur um die Abwesenheit von Einwänden, sondern um eine tatsächlich gemeinsam getragene Entscheidung.

So funktioniert es in Rhizome

Alle Beteiligten bringen ihre Perspektiven ein. Einwände werden besprochen und der Beschlussvorschlag wird so lange angepasst, bis alle zustimmen. Dieser Prozess kann mehrere Runden erfordern.

Einwände und Vetos

Beteiligte können auf „Kein Einwand" klicken oder einen Einwand erheben. Einwände müssen begründet werden – optional kann direkt ein Lösungsvorschlag mitgeliefert werden. Auf Einwände kann geantwortet werden, zum Beispiel durch die Facilitation oder die Ersteller:innen des Vorschlags.

Wer einen Einwand erstellt hat, kann diesen eigenständig bearbeiten, als gelöst markieren oder löschen.

Neben Einwänden gibt es Vetos. Ein Veto blockiert den Prozess vollständig: Eine Entscheidung kann nicht erfolgreich abgeschlossen werden, solange ein Veto auf der aktuellen Version besteht. Das Veto muss entweder zurückgezogen oder durch eine neue Version des Vorschlags aufgelöst werden. Anders als bei einem Einwand kann die Facilitation eine Entscheidung nicht trotz eines aktiven Vetos für gültig erklären.

Versionen

Wenn die Facilitation einen Einwand integrieren möchte, kann sie über das Dreipunktmenü auf dem Beschlussvorschlag eine neue Version des Vorschlags erstellen. Dabei lassen sich Titel und Beschreibung anpassen sowie eine neue Frist setzen – etwa wenn der Einwand kurz vor Fristende eingegangen ist.

Bei einer neuen Version werden alle bisherigen Teilnahmen zurückgesetzt. Alle Beteiligten werden aufgefordert, sich erneut zu äußern. So wird aus dem Konsens ein iterativer Prozess mit Versionierung.

Alternativen vorschlagen

Da ein Konsens immer genau einen Beschlussvorschlag behandelt, kann es vorkommen, dass ein Einwand nicht durch Anpassung des bestehenden Vorschlags lösbar ist. In diesem Fall können Beteiligte eine Alternative vorschlagen. Rhizome leitet dann automatisch eine Widerstandsabfrage ein, die beide Vorschläge gegenüberstellt. Die Facilitation kann anschließend mit dem favorisierten Vorschlag im Konsens weiterarbeiten.

Anwendungsfälle

Konsens eignet sich für grundlegende Entscheidungen, die das gesamte Team oder die Identität einer Organisation betreffen. Das Verfahren benötigt mehr Zeit, erzeugt aber ein hohes Maß an gemeinsamer Verbindlichkeit.