Stimmungsbild¶
Das Stimmungsbild ist eines der drei Verfahren. Es zeigt, wo die Gruppe steht, und bindet niemanden.
Eine Entscheidung als Stimmungsbild verändert den Status des Themas nicht: Sie läuft ab wie jede andere, mit derselben Methode und denselben Regeln, aber ihr Ergebnis gilt als Auskunft und nicht als Beschluss.
Wozu¶
Bevor jemand Arbeit in einen Vorschlag steckt, den ohnehin niemand mitträgt. Oder um zunächst ein Gefühl für die Präferenzen zu bekommen und dann mit den aussichtsreichen Vorschlägen verbindlich zu entscheiden – siehe Entscheidungsmodi kombinieren.
Ein häufiger Weg: eine Widerstandsabfrage als Stimmungsbild, anschließend ein verbindlicher Konsent über den Vorschlag, der am wenigsten Widerstand hatte.
Wann es nicht angeboten wird¶
Nur bei gemeinsamen Entscheidungen. Entscheidet ohnehin eine Person stellvertretend, beantwortet ein Stimmungsbild keine gestellte Frage.
Und da jede Entscheidung genau ein Verfahren hat, schließen sich Stimmungsbild und Experiment gegenseitig aus – es sind zwei Werte derselben Wahl.