Mitgestalten¶
Ein Thema gehört einer oder mehreren Gruppen. Wer Mitglied einer dieser Gruppen ist, kann am Thema mitgestalten.
Kann, nicht muss. Die Zugehörigkeit öffnet die Tür; ob jemand hindurchgeht, bleibt der Person überlassen. In einem Thema mit dreißig Beteiligten schreiben vielleicht fünf.
Manchmal fehlt jemand, der in keiner der beteiligten Gruppen ist – eine Perspektive aus einem anderen Bereich, jemand mit besonderem Wissen. Diese Person lässt sich einzeln zum Thema hinzufügen.
Was Mitgestalten umfasst¶
Am Thema arbeiten: schreiben, antworten, reagieren, Vorschläge und Aufgaben anlegen, am Dokument mitschreiben, Frist, Priorität, Schlagwörter und Thementyp setzen.
Den Prozess steuern: Entscheidungen anlegen und starten, Fristen verlängern, Einwände integrieren oder übergehen, eine Entscheidung abbrechen oder für ungültig erklären, das Thema klären, wiedereröffnen oder archivieren – und es löschen.
Für das Zweite gibt es keine gesonderte Rolle. Wer mitgestalten kann, kann beides.
Nur in offenen Themen
Ist ein Thema geklärt oder archiviert, nimmt es von niemandem mehr etwas auf. Wer daran weiterarbeiten will, eröffnet es zuerst wieder.
Warum es keine Sonderrollen gibt¶
Rhizome setzt darauf, dass ihr euch kennt. Wenn eine Person etwas entscheidet, das ihr nicht zusteht, merkt ihr das – und klärt es untereinander. Das ist dann eine Frage eurer Organisation und keine, die Software beantworten sollte.
Was bleibt, ist Nachvollziehbarkeit: Jede prozesssteuernde Handlung ist mit einem Namen und einem Zeitpunkt verknüpft. Niemand muss raten, wer eine Entscheidung beendet oder ein Thema wiedereröffnet hat.